Sonntag, 18. April 2010

Kreuzfahrt April 2010 - 18.04.2010

18.04.2010
Heute Seetag. Ich liebe ja Seetage – man hat Gelegenheit, sich mal in Ruhe auf dem Schiff umzugucken, die Orientierung zu finden.....
Eine kleine Ergänzung: Wir wollten uns gestern das Spa angucken – und wenn schon, denn schon – also haben wir auch an der Verlosung teilgenommen – zur Preisverleihung mußte man ja anwesend sein. Verlost wurden natürlich die üblichen Gratis-Anwendungen... und dann noch ein paar „Halb-Preis-Anwendungen“. Ein guter Lacher war, daß mein nicht ganz elfengleicher Reisebegleiter die Detoxing-Wrap-Anwendung zum halben Preis gewann. Nun gut – er wollte nicht. Aber wir haben den Gutschein einigen Damen geschenkt – die sahen aus, als ob sie das Abenteuer „laß Dich mit grüne Pampe einschmieren und in Klarsichtfolie wickeln“ ausprobieren wollten.
Hübsch fanden wir das Spa – der Hydropool ist nett, schick und teuer (ich meine was von 50 $ für den Tagespaß – es gibt auch nur ne bestimmte Anzahl davon). Und auch alle anderen Treatments sind natürlich hochpreisig. Aber für manche gehörts zum Spaß dazu, sich an Bord was zu gönnen.
Wir gönnen uns: Breakfast in the privacy of your room.... ZIMMERSERVICE. Serviert wird in Halb-Stunden-Schritten ab 06:00 Uhr bis 10:00 Uhr
Zur Wahl stehen
Säfte (Orange -frisch, Cranberry, Pflaume, Grapefruit, V8 und Tomate)
Frische Früchte (Grapfruit, Orangen, Melone, bananenstücke, gemischte Früchte, Pflaumenkompott)
Joghurt (Frucht, natur)
Brot (English Muffin, Toast, Getriedetoast, Roggentoast (Mit Kümmel, aber dunkel), Danish, Croissants, Blaubeermuffing, Körnermuffin, Bagel)
Aufstriche (Gemischt, Orange, Honig, Butter, Margarine, Cream Cheese)
Körnerzeug ( Corn-Flakes, Special K, Mueslix (yummie – eine Art schweizer Bircher Müsli, frisch), Raisin Bran, Granola, Fruit Loops, Frosted Flakes, Rice Krispies, Shredded Wheat), dazu Vollmilch, 2 % Milch oder Skim Milk
Warmes: Eier, Omelette, Eggbeater (würg - Eiweiß-aus dem Tetrapack! Beliebt bei der Gesundheits-Anti-Cholesterin-Fraktion), Schinken, Würstchen, Speck
Getränke: Kaffee, Entkoffeinierten kaffee, Tea, Kakao, Milch
Das Tablett ist mit nem Blümchen dekoriert, Warmhalteteller und Clochen für die warmen Sachen, Stoffservietten und Ketchup etc. ist auch dabei. Der arme Zimmerservice bricht unter seiner Last fast zusammen (ok – wir hätten nicht aus jeder Gruppe was bestellen müssen......)
HAL hat ja – um Erkrankungen vorzubeugen – die Hauspolitik: Die ersten beiden Tage gibt es im Buffet-Restaurant keine Selbstbedienung. Die Theken sind mit Bändern abgesperrt (auch Getränke) und überall vor den Theken stehen Mitarbeiter, die einem die gewünschten Speisen anreichen. Ich persönlich mag das durchaus – es sind genug Mitarbeiter und es rührt und pampt nicht jeder in den Schüsseln rum. An den Getränken beschleunigt das Ganze die Ausgabe sogar – denn immer wieder sieht man später Gäste, die mit der Wahl eines Getränkes offensichtlich überfordert sind und in dem Moment, in dem sie ihr Ziel – den gewünschten Automaten – erreicht haben in eine tiefe Entscheidungskrise verfallen, die dann – nach drücken der Taste noch an Problematik gewinnt, wenn möglicherweise die Wahl besteht, einen Eiswürfel oder eine Zitronenscheibe ins Getränk zu geben (alternativ: Milch, Zucker). Damit kann man 16 weitere Gäste blockieren – weil man für diesen Entscheidungsprozeß ja nicht aus dem Weg gehen kann, sondern seine Pole-Position verteidigen muß und niemand an einem vorbeiziehen darf, um ggf. an einem anderen Automaten zu zapfen.(ich unterstelle hier mal Gedankenlosigkeit oder Blackout und nicht Boshaftigkeit).
Es stehen übrigens reichlich Hand-Sanitizer zur Verfügung.
Etwas unglücklich: Es gibt automatische Türen, berührungsfrei – gefolgt leider von 2 Schwingtüren, die jeder „angrabbeln“ muß, weil schwer.
Natürlich muß man zur Stoßzeit evtl. mal einen Platz suchen – grundsätzlich hatte man aber nicht das Gefühl von Überfüllung.
Ich würde nun gerne von aufregenden Tagesaktivitäten berichten – jedoch: Faulheit bestimmte unser Handeln – unterbrochen vom Lunch im Vista Restaurant:
Ich hatte
Peach Orange and Pear Delight (quasi ein leicht alkoholischer Obstsalat)
Famous Italien Weddingsoup (auch nicht viel anders als schwäbische Hochzeitssuppe)
Mushroom Ravioli with Chunky Tomatio Sauce (LECKER)
Pineapple Sundae
Danach stand eine Runde Pool-Plantschen an (der Heck-Pool ist nur für Erwachsene – nennt mich kinderfeindlich – aber ich begrüße das durchaus), wir schrumpelten langsam abwechselnd in Whirlpool und Pool vor uns hin.
Bleierne Müdigkeit und durchschlagender Jetlag ließen heute ein Nickerchen zum komatösen Schlaf werden, so daß wir Dinner und Show verpaßten (es wäre der 1. Formal Abend gewesen und die Show wäre Stage & Screen – The Musical Concert gewesen – das hätte ich gern gesehen...)
Ach ja – ein Wort zum Tagesprogramm – geboten ist viel – allerdings etwas „stiller“ als auf den Funschiffen.
Man könnte natürlich einen Vortrag unseres „Shopping Ambassadors“ besuchen (Yeah!), es gibt das Culinary Arts Center mit Kursen „Creative Greeting-Cards, Servietten-Falten, Mixology Class (Martin mixen und testen – 12,50 $) oder Digital Workshops besuchen (auch immer so 5 am Tag)
Kurse im Spa kosten ca. 12 $ (Pilates, Yoga, Indoor-Cycling).
Eine Zusammenstellung des Tagesprogramms aufsteigend nach Uhrzeit ist zur leichten Mitnahme perforiert und mit Ankreuzkästchen im „Daily Programm“ - auf der Rückseite sind dann die Öffnungszeiten der Restaurants und die der Bars/Services vermerkt.
Am Lido-Pool gab eine Band ihr Bestes – das war leider wenig – ich bin nicht sicher, ob es Katrina & die Halcats waren – der Sängerin wollte man immer ein „Trau Dich“ zuraunen – selbst der größte Partykracher war bei ihr nur ein laues Liedchen....

Samstag, 17. April 2010

Kreuzfahrt April 2010 - 17.04.2010

17.04.2010
Morgens zum Jetlag-Vertreiben ein wenig schwimmen im Hotelpool und
noch vor 8 Uhr gings in Richtung San Diego. Unterwegs ein banales
Frühstück bei Dennys und weiter. Gegen 11 Uhr kommen wir in San Diego
an und wie ein Kind quietsche ich, als ich die MS Oosterdam aus dem
Auto das erste Mal entdecke. Wir fahren gleich mal zum Pier – werden
eingewiesen und sind unsere Koffer los. Wir selbst fahren nun zur
Alamo-Station, geben den Mietwagen ab, bekommen einen Beleg mit einem
Endbetrag von 2500 $ ausgehändigt und dürfen uns zur Klärung in eine
Schlange einreihen…. Schließlich sollte angesichts eines
Prepaid-Vouchers am Ende des Beleges eine dicke Null befinden….
Auch dies klärt sich zumindest für uns schnell und mit einem
Null-Beleg. Von wem die 2500 $ nun abgebucht werden….. Gerade setzt
ein Taxi einen Gast ab – wir schnappen es uns gleich für die Fahrt zum
Cruise-Terminal. Fahrpreis 9 $ inkl. Trinkgeld (7 $ ohne Trinkgeld).
Direkt gegenüber des Cruise-Terminals ist auch ein Cruise-Parkplatz - die Preise habe ich mir nicht angesehen, auch nicht, ob es sich dabei um eine "nicht dauerhafte" Lösung handelt. Man kann jedenfalls in Schiff-Sichtweite parken.
Im Cruiseterminal können wir sofort durchgehen zum Schalter,
Fotolächeln, Bordausweis, Einschiffungsnummer. Etwa 10 Minuten später
wird unsere Nummer schon aufgerufen, es geht flott durch an Bord – wir
wollen kein Foto von der Einschiffung und mit einem freundlichen
Lächeln wird den Gästen, die das nicht wünschen (schon vor uns einige)
ein Weg seitlich vorbei geöffnet. An Bord eine freundliche Begrüßung
und der Weg wird gewiesen.
Wir fahren mal in die Etage unserer Kabine, aber die Gänge zu den
Kabinen sind noch geschlossen, so daß uns der Weg aufs Lido-Deck führt
für eine kleine Orientierung.
Ziemlich genau um 12:30 Uhr kommt die Durchsage, daß die Kabinen
fertig sind. Dort angekommen fehlen bei mir noch die Bademäntel, mein
Safe steht zwar offen, aber die Verriegelung ist zu und muß geöffnet
werden. Außerdem wollen wir die Trennwand zwischen den Balkonen
geöffnet. Wir machen uns kurz frisch, ich hinterlasse eine Notiz für
das Housekeeping und wir brechen nochmal zum Rundgang durchs Schiff
auf. Als wir wieder in die Kabine kommen, sind die Koffer da und auch
die Bademäntel. Das „Safeproblem“ kann nur das Front-Desk lösen. Das
nehmen wir uns für später vor.
Die Rettungsübung wird hier ohne die Schwimmwesten durchgeführt – bei
der Durchsage wird darauf hingewiesen, daß Gäste, die das von früheren
Kreuzfahrten mit Schwimmwesten kennen bitte beherzigen sollen.
Eine echte Kontrolle, ob jeder Gast auch wirklich anwesend ist,
erfolgt allerdings nicht.
Hier stellen wir schon erfreut fest: Cruise-Director Matt hat ein
erfreuliches Englisch – und die Lautsprecher an Bord sind auch gut
eingestellt – alle Durchsagen sind erstklassig verständlich. (das gilt
genauso für die Durchsagen des Captains Jeroen Baijens).
Wir setzen uns nun gemütlich auf unsere Balkone, beobachten das Gewusel am Kai, das Einholen der Gangway und dann das pünktliche Ablegen.
Fürs Abendessen hatten wir uns für die Variante "Open Seating" entschieden (OK - die Wahl war nicht groß - die anderen Möglichkeiten gabs 2 Wochen vor Abfahrt nicht mehr - wir hätten aber sowieso das genommen....)
Wir wurden an einen unterhaltsamen 6er Tisch platziert, das Gespräch kam flott in Gang.
Ich hatte zum Dinner (diesmal hab ich keine Fotos gemacht!)
Jakobsmuschel-Ceviche (Früchte-Cocktail mit Jakobsmuscheln)
Tomaten-Suppe Florentine
Prime Rib of Beef au Jus
Eis
Die Willkommens-Show am Abend haben wir dank meines Jetlags geknickt und ich bin früh ins Bett.
Ach ja: In den Kabinen gibts ja Flatscreen-TV mit DVD Playern. Ich hab mal von zu Hause ein paar DVDs mitgenommen um evtl. ein bißchen "nachzugucken", wozu man daheim nicht kommt (ich schlaf auch gern vorm TV ein.... man wird älter...kicher). Die Auswahl der Schiffs-DVD-Bibliothek wäre aber äußerst umfangreich und gemischt sortiert gewesen, Ausleihe gratis. Sollte man ggf. wegen Noro-Virus in Quarantäne kommen, mangelt es zumindest nicht am Unterhaltungsprogramm.
Abends gabs Schokolädchen aufs Bett...
Hier noch ein paar Eindrücke der Kabine: Wir hatten Verandah-Standard-Kabinen. Die Größe ist in meinen Augen (entgegen der Werbung) normal und nicht besonders überdurchschnittlich. Die Möbel sind helles Ahornfurnier, es gibt viel Stauraum (entdecke die Möglichkeiten: 2 große Unterbett-Schubladen, 2 Schubladen unter dem Sofa, der Hocker ist ebenfalls zu öffnen, um ihn zu befüllen - wird gerne empfohlen, wenn man den Kühlschrank mit eigenen Getränken befüllen mag. Dazu Schrank mit Safe und Regalen, tieferer Schrank mit Kleiderstange und Klapp-Regalen bei Bedarf, schmälerer Schrank, ebenfalls mit Kleiderstange. Reichlich Holzkleiderbügel - nicht die Variante, die diebstahlsicher ist und nur in diese Schrankösen reinpaßt, sondern ordentliche. Ich hasse die anderen, denn man kann nie was zum Lüften mal aufhängen....)
2 Nacht-Tischchen mit je 2 Schubladen - eine davon abschließbar.
Etwas unglückliche Schalterlösung hinter den Kopfkissen, um das Licht auszuschalten.
Das Bett ist bequem, reichlich Kissen, angenehme Bettdeckenqualität. Zwar keine Steppdecken, aber auch keine Ekelvariante. Bademäntel in einer Größe, die auch bei nicht ganz so elfenhaften Menschen keine klaffenden Einblicke gewährt.
Das Bad finde ich der Qualität des Schiffes nicht angemessen. Hier macht NCL HAL was vor. Dieses rotzfarbene Plastik-aus-einem-Guß-Design mit Plastikduschvorhang ist einfach dem restlichen Schiff nicht angemessen. Und die alibi-mäßig aufgeklebten 2 Fliesen im Delft-Design retten das Ganze dann auch nicht, wobei es an Größe, Sauberkeit und Bad-Amenities nichts zu mäkeln gibt.
Ein weiteren großen Minuspunkt gibt es: Die Balkontüren. Die Dinger sind sauschwer, knallen immer sofort zu, es gibt keine Feststellmöglichkeit und haben superscharfe Kanten (aus dem US-Forum weiß ich von einem schweren Unfall mit nem eingeklemmten Finger - mich wundert, daß das nicht häufiger vorkommt). Zum einen nervt das Türgedonner unglaublich - man kann den Kabinennachbarn ja nicht verdenken, daß die auch ab und an mal rein- und rausgehen - und man denkt nicht immer ans leise schließen. Wumm... wumm..... wummm....
Wir haben uns für die Religiös verwerfliche Variante entschieden - wir danken hiermit der Gideon-Gesellschaft für das Bereitstellen der Bibel - die war das einzige, mit was man die Tür aufhalten konnte (einklemmen zwischen Türrahmen und Tür - nicht ideal für die Scharniere - aber wir waren der Bibel nach zu urteilen nicht die ersten.....).
Der Öffnungswinkel der Tür beschränkt zudem die Nutzfläche des Balkons ganz schön - hier wäre eine Schiebetürlösung, wie es sie auf anderen Schiffen gibt weitaus besser und auch sicherer.
Noch ein Minuspunkt: Die Klimaanlage über dem Bett - sie ist zwar regelbar - jedoch nicht abschaltbar. Und die pustet selbst auf Neutralstellung immer direkt auf den Schlafenden. Und das merkt man erst gar nicht - bis man bibbert.... zudem macht es natürlich die Luft unheimlich trocken.
Einzige Abhilfe (Tipp aus dem US-Forum - nie war er so wertvoll): Immer ne Rolle Duct-Tape dabeihaben. Die mittlere Handtuchgröße deckt die AC ziemlich gut ab - läßt Luft seitlich noch etwas raus (nicht daß es irgendwo nen Luftstau gibt..... wer weiß, was da im Schiffsinneren heiß laufen kann....). Ich betone: Wir haben das natürlich vor Ausschiffung wieder rückstandsfrei entfernt... sowohl von Decke als auch vom Handtuch!

Freitag, 16. April 2010

Kreuzfahrt April 2010 - 16.04.2010

16.04.2010
Daß meine Chefs es lieber haben, daß ich aus dem Urlaub komme als in
den Urlaub gehe, weiß ich ja – aber dieses Jahr…. Wen haben sie alles
bestochen: Erst wollen die Piloten der LH streiken, abgewendet. Dann
die Fluglotsen – abgewendet. Daß sie dann einen Vulkan in Island
anschüren, um mich vom fliegen abzuhalten…. Was soll mir das sagen….
Einmal mehr war ich doch froh, nicht den LH Flug nach Los Angeles
gebucht zu haben, sondern Continental Airlines. Obwohl ich doch nach
Ende des Pilotenstreiks mit meiner Entscheidung schon wieder gehadert
hatte.... Denn auch wenn der Auslöser dafür der geplante Pilotenstreik war –
ein Abflug morgens um 09:00 Uhr war nun erfolgversprechender als eine Wackelpartie bis zum
Nachmittag.
So flogen wir mit etwa 40 min Verspätung ab – um wegen der „Umleitung“
über Südeuropa summierte sich die Verspätung dann in Newark auf eine
gute Stunde. Ich war ja wohlpräpariert, eigentlich sollte mir eine
gute Stunde bleiben fürs Umsteigen (von ursprünglich 2,5 Stunden). Für
alle Fälle hatte ich aber auch schon mal alle Flugnummern möglicher
späterer Anschlußflüge parat. Die Immigration verlief einigermaßen
freundlich. Im Nachhinein hätte ich mir nen sachlicheren Officer
gewünscht, der nicht mit jedem Kollegen schwatzt. Denn bei der
Zollkontrolle stellte sich heraus, daß der Beamte vergessen hatte,
meinen Paß zu stempeln. Das hieß: Ab zur Second Inspection. Und die
funktioniert in einer eigenen Zeitschleife. Ich kam mir vor, wie vor
einer Sanduhr – es rieselt, aber trotz leerer Schalter arbeiten die
Beamten dort in zeitlupenartigem Tempo und haben nicht das geringste
Interesse daran, „Durchsatz“ zu schaffen, sondern Warten und die damit
verbundene Streßsituation gehört hier zum Programm. Immerhin – ich
mußte nicht in einen Befragungsraum, nachdem ja „nur“ der Stempel
fehlte. Nach 15 Min ließ sich ein Beamter herab, meinen als 1. auf der
Theke liegenden Paß eines Blickes zu würdigen. Danach hieß es zu
versuchen, spurtstark ans Gate zu kommen. Tja – Gate leer, Flug nicht
auf den Anzeigetafeln. Eine Mitarbeiterin wies mir dann auf Nachfrage
den Weg zu einem andere Gate. 5 Minuten vor geplanter Startzeit kam
ich an. Maschine brummelvoll, Handgepäck nicht mehr an Bord erlaubt.
Für irgendwelche Umräumaktionen keine Zeit mehr. Das sollte Folgen
haben. Die Maschine war eiskalt, vollbesetzt und meine Jacke und
Halstuch im Frachtraum außer Reichweite…. Im Handgepäck. Decken gibt’s
aus Ersparnisgründen auf Inlandsflügen nicht mehr.
Braucht jemand mehr als eine Hand, um hier 1 und 1 zusammenzuzählen,
was kommt als Ergebnis raus? Ne dicke Erkältung!
Am Flughafen Los Angeles wurde ich dann aber schon erwartet – der
Hotel-Check-In war auch schon erledigt (Sheraton Gateway Los Angeles, auf Priceline für 75 $ pro Zimmer inkl. aller Gebühren ersteigert), eine kühle Dose
Softdrink war im Becherhalter und eine Vitamin-C-Tablette wurde mir in die Hand gedrückt.
Das Hotel ist absolut einwandfrei, ein typisches Business Hotel mit einem netten beheizten Pool (Es ist - mit Verlaub - dieses Jahr recht frisch im Westen - egal ob Los Angeles oder Las Vegas! 16 °C im April sind doch eher selten...)
Am Abend dann nur noch kurzes Dinner, ein paar Wein-Einkäufe, eine
Palette Soft-Drinks – und ab ins Bett.