Dienstag, 20. April 2010

Kreuzfahrt April 2010 - 20.04.2010

20.04.2010
Land in Sicht! Mazatlan!
Gegründet 1531 ist Mazatlan heute ein recht wichtiger Hafen an der Pazific-Küste – und sagen wir mal so – so wirklich viel gibt’s in Mazatlan auch wirklich nicht zu sehen.
Auch ein Blick in die möglichen „Shore Excursions“ läßt erahnen: Viel gibt der Ort nicht her – viele Touren sind bessere Kaffeefahrten (besuche eine Töpferei mit Möglichkeit zum Einkauf...) oder Strand-Ausflüge mit reserviertem Liegestuhl.
Wir beobachten beim Balkonfrühstück das Anlegen, (vorbei an Containern, einem MSC-Frachtschiff, mehr Container) und sehen dann den Mitreisenden dabei zu, wie sie ihre Busse besteigen und lassen es ganz ganz langsam angehen. Die Erkältung nistet sich zudem ein, so daß für Hektik kein Anlaß besteht.
Shuttlefahrzeuge bringen einen vom Schiff zum „Cruise-Terminal“ - es wären wohl etwa 300 m zurückzulegen. Im Cruise-Terminal die Situation, die einem sonst von arabischen Basaren vertraut ist „sag nicht mal hallo“.... sonst landet man in einem Taxi, einer Ausflugstour, in einer Apotheke oder an Orten, von denen ich nicht mal wußte, daß sie existieren. Es trubelt nur so und Barackenartige Verkaufstände verticken alles, was das heimische Wohnzimmer oder den heimischen Medikamentenschrank zieren könnte – keine Ahnung, für was es in Mexico eine Rezeptpflicht gibt, jedenfalls nicht für Antibiotika, Viagra, Prozac, Diätmittel wie Olestra und starke Schmerzmittel. Das geht über den Counter.... Sollte daran also Bedarf bestehen, wäre eine Kreuzfahrt nach Mexico erwägenswert.
Also wir ohne Guide und Taxi das Cruiseterminalgelände verlassen, prophezeien uns die Taxifahrer, daß wir verloren gehen werden. Ich selbst sehe die Aussicht darauf recht gering, da 2 m große Schilder „Historic Center“ da stehen – eins immer in Sichtweite des vorherigen – die Rückseite mit „Cruise-Terminal“ bedruckt. Und der Weg ist etwa 800 m weit....
Kaum verläßt man das Cruiseterminal, umgibt einen himmliche Ruhe, man sollte nur einen Blick auf den Weg haben, da kommt leicht mal eine plötzliche Kante, ein Schlagloch oder unebene Platten.
Durch eine Mini-Fußgängerzone und an einem Platz (mit offenem W-Lan) kommt man zur Kirche – eindeutig das Historic Center, hübsche katholische Kirche – fotografieren ist erlaubt, ich hab gefragt ob ohne Blitz, ich denke, es wäre sogar mit Blitz gegangen. Der Sicherheitsbeamte freute sich vor allem über das Interesse. Rechts neben der Kirche ist das Postamt, hier lassen sich Briefmarken kaufen, eine Dame verstand auch einigermaßen englisch – und sie hat US-Dollar angenommen – vermutlich war der Kurs nicht weltbewegend – aber für ein paar Briefmarken nehm ich das mal in Kauf. 13,50 Mexico-Dollar müssen auf ne Karte (Mist, es waren 3 Marken – riesig, aber sie hat mir erklärt, ich darf sie überlappend kleben – angekommen sind die Karten bis heute nicht....). Das entspricht so etwa 1 US$.
Wir bummeln noch ein bißchen herum, bis wir in Richtung Cruiseterminal gehen, um vor der letzten Kurve in einer „richtigen“ Farmazia Halt zu machen (die nicht nur eine Baracke war, sondern etwa wie ein Supermarkt aussah oder wie ein US-Walgreens, da sollten Medikamente auch ggf. nicht in der prallen Sonne stehen...). Wir deckten uns mal mit Gruppemittel etc. ein – die Preise sind so billig, ca. nochmal die Hälfte, die was vergleichbares in der günstigsten Hausmarke in den USA kostet.
Zurück auf dem Schiff essen wir ein späten Lunch im Lido-Restaurant, leider läßt der keinen Platz für ein Dinner. Blöd eigentlich. Und die Grippe treibt uns früh ins Bett – also verpassen wir den Comedian Derrick Cameron. Keine Ahnung, ob es ein Verlust wäre. Wir sehen allerdings bei der Karaoke Stunde einige echte Talente – ich bin beeindruckt – sonst ist das ja oft eher eine peinliche Veranstaltung, aber da waren wirklich gute Sänger dabei.

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