Samstag, 19. Mai 2012

Brilliance of the Seas - 19.05. - Home by the Sea



Kann mir jemand erklären, warum so ein Urlaub immer VIEL ZU SCHNELL vorbei ist?

Eindeutig - es geht heimwärts (bzw. erstmal nach Amsterdam).
Der Captain (ich hab schon mal gesagt - trockener Humor) Henrik Loft Sorensen war oft in den öffentlichen Bereichen des Schiffes unterwegs und verschanzte sich nicht auf der Brücke. Hier führt er das Abschiedsgespräch mit der Guest-Relation-Managerin - in der Atrium Lobby bei einem Becher Kaffee.

Wir hatten als Ausschiffungszeit 8 Uhr gewählt - da unser Zug erst um 14:30 Uhr abfährt, müssen wir nicht eilen. Wir wollen auch nicht ins Restaurant zum Frühstück, am Tag vorher haben wir einige Frühstückssachen auf die Kabine geholt - ich husche morgens nochmal ins Buffetrestaurant und hole frisches Brot. Der Wasserkocher auf der Kabine leistet gute Dienst und so endet die Reise entspannt.
Pünktlich kommen wir von Bord - der Sammelpunkt war ab 8 Uhr das Theater - und es lohnte kaum, sich zu setzen, da wurde unsere Ausschiffungsnummer schon aufgerufen und wir wurden wirklich durch das Schiff begleitet. Die Koffer waren ebenfalls gut sortiert, so daß wir ruckzuck vor dem Passagierterminal standen. Die meinten das ernst, daß sie uns loswerden wollten. Wir schoben also unser Gepäck zum Bahnhof und zu den Schließfächern. Für 7,60 € (für große - und da paßt wirklich ein sehr großer Koffer rein und 4,90 € für kleine Schließfächer (Handgepäcksgröße) kann man seine Sachen 24 Stunden verstauen (keine kleineren Zeiteinheiten).
Unbelastet überlegen wir, was wir an diesem sonnigen Tag nun machen. Wir entscheiden uns für ein Hop On Grachtenschiff-Ticket - mehrere Linien, (3) für 22 € pro Person, beliebig lange am Tag.
Amsterdam ist bekannt für seine innovative moderne Architekturszene:



Das ist das "NEMO" - gebaut von Renzo Piano, ein Wissenschaftsmuseum für Kinder und Erwachsene.
Hier kann man Wissenschaft und Technologie anfassen, sogar drauf rumspringen oder eigene Experimente durchführen.

Das maritime ist überall präsent:

Und das, was man für typisch hält:



Auch neue Häuser bekommen gerne die Seilwinde angebaut - macht Umzüge leichter. Die Fassaden sind übrigens oft leicht geneigt - das vermeidet Schäden an der Fassade bei Hebevorgängen!

Nach wie vor gibt es viele Hausboote:

Das ist ja der Klassiker - aber auch schwimmende Plattformen mit todschicken Aufbauten sind zu finden. Es sind wohl insgesamt 2500 - und neue Genehmigungen werden nicht mehr erteilt - man will die Zahl konstant oder kleiner haben.
Wir schaffen es, 2 Runden zu fahren - und dann ist es auch schon Zeit, noch einen Reisesnack zu besorgen (und ein paar Leonidas Pralinen - wie geschickt, daß ein kleiner Laden am Bahnhof ist!) und dann kommt schon unser Zug, der uns via Düsseldorf nach Hause bringt.
Dort werden wir schon erwartet und nach Hause gebracht - meine Balkonpflanzen wurden liebevoll versorgt, ich bekommen noch eine "Nahrungsmittel-Erstversorgung" - Heimat, Du hast uns wieder. Und damit der Absturz in die Realität etwas weicher gepuffert wird, bekommen wir auch noch eine Esseneinladung für den nächsten Tag.
(Ja - wir wurden auf dem Schiff vor dem Moment gewarnt, der einen unweigerlich zu Hause erwartet: Wer macht mein Bett, wer kocht, wer serviert mir das Essen und warum gibts keine Handtuchtiere auf meinem Bett!)
Es war - wie immer eine tolle Reise - erholsam, interessant und wunderschön!

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