Freitag, 3. August 2012

Abenteuerurlaub...

kann man hier erleben - und dazu braucht es nur ein paar Schritte! Schwupp - andere Welt.
Wie das geht? Ab in den Mixmarkt! Schon die ins Haus flatternden Prospekte haben eine völlig andere Bildästhetik als deutsche Supermarkt-Postillen!

Mixmarkt ist eine Supermarkt-Kette, die sich an unsere russischen Mitbürger wendet. Gleich am Eingang: Da gibts Melonen, die 11 kg wiegen - und Leute, die davon gleich 2 kaufen! Der Fisch schaut fast lebendig aus und irgendwie isses auch anderer - und dazu liegen da auch thekenfensterweise getrocknete Fische - mal mit, mal ohne Kopf. Die Fleischauswahl in der Theke ist auch ne ganz andere - das Hack ist fett und vor allem gibts Schwein mit Schwarte - es ist auch anders geschnitten als im normalen Supermarkt.
Im Kämmerchen sitzt ein angepißter Teenager, der aus ner riesigen Kiste Dill in handliche Bünde binden darf.
Die Bonbons und Pralinen umweht alle der Hauch des Ekligen und Unbekannten und Billigen - die Verpackung ist bunt und glänzend und mit vielen Bildern drauf.

Dafür gibts 50 oder mehr Sorten eingelegte Gurken

Und bei vielen Sachen erahnst Du nicht, was es ist - nur der deutsche Aufkleber hilft.

Und Du bist dankbar, wenn die Kassiererin deutsch kann - nachdem sie dem Kunden vor Dir ein Spassibo nachsagte.

Wenn Du also nach Rußland willst - der Mixmarkt ist nur ein paar Schritte hinterm Baumarkt.
http://www.mixmarkt.de/de/homepage.php

(Ach ja - über die exzellente Vodka-Auswahl hab ich noch nicht gesprochen - und man wird da echt gut beraten) 

Mittwoch, 1. August 2012

Insolvent - na und....

Ich war gerade echt entsetzt.
Mit diesem Betreff wirbt Neckermann in seinem aktuellen Newsletter.
Kaum zu glauben oder?

(Bild neu eingefügt und Stelle markiert)
Ich kann verstehen, daß Insolvenz heutzutage jeden treffen kann – aber damit zu werben und zu kokettieren – das finde ich unter jeder Sau!
Wenn ich sowas lese, dann ist mir klar – bei denen würde ich niemals wieder etwas bestellen!
Wenn ein unfähiges Management ein Unternehmen in die Insolvenz treibt, die Allgemeinheit und die Mitarbeiter die Leidtragenden sind und dann damit auch noch scherzen - hach wie lustig ist es, pleite zu sein - ne - sorry

Donnerstag, 19. Juli 2012

Viel Zeit zum lesen hatte ich heute.....

hatte ich heute.
Gegen 6 rief mich meine Mutter an - ich hab gleich gemerkt - es brauchte nur die Frage "wie gehts" und es sprudelte aus ihr raus, daß es ihr gar nicht gut geht. Natürlich - klar - am "Mittwoch nachmittag haben alle Ärzte zu" Tag.

Nachdem ihre Symptome auch mir nicht so erschienen, daß man das auf die lange Bank schieben sollte (sagen wir mal so - es kam ne Menge Blut drin vor und ihr wollt keine Details), hab ich sie geschnappt und bin erstmal in die bis 21 Uhr geöffnete Bereitschaftspraxis gefahren. Vorher hab ich aber noch für alle Fälle ein "Übernachtungsköfferchen gepackt" - man weiß ja nie.

In der Praxis gings vergleichbar flott - mit dem Ergebnis, daß wir ne Überweisung ist Großkrankenhaus bekamen - und bitte "gehe direkt über los, mache keinen Umweg...." - Klartext: Die Ärztin hätte eigentlich nen Krankenwagen bestellt, wenn ich nicht den Eindruck gemacht hätte, ihre Anweisungen ernst zu nehmen. Für alle Fälle - falls mir meine Mutter im Auto wegklappt - hat sie schonmal nen Zugang am Handgelenk gelegt - dann können die in der Notaufnahme schneller ran.

OK...im Krankenhaus dann - Aufnahmen - Story erzählt, Überweisung abgeliefert. Alles im PC. Dann Patientenannahme - Blick in Akte - was fehlt ihnen? Story erzählt. Warten. Blut abnehmen. Warten. In ein Behandlungszimmer. Story erzählt. Warten. EKG. Warten. Immer wieder huscht jemand durch. Gerne auch mehrere. Kurze Übergabe der Schwester an andere - Schichtwechsel. Ärztin. Story wurde zum 5. oder 6. Mal abgefragt. Untersucht. Es ist klar - Aufnahme ins Krankenhaus. Erklärt, was nun passiert. Erstmal Ultraschall. Im Bett hingefahren. Warten. Am nächsten Tag soll Magen und Darmspiegelung erfolgen - also erklärt Ärztin: Nachts Glaubersalz Abführzeug trinken.

Auf Station (HURRA - es gab doch ein Bett im Zimmer - und war ein Gangbett angekündigt!). Auf einmal hieß es: Nüchtern bleiben. ÄH - HALLO - Schwester - bitte prüfen - es hieß Abführzeug und trinken. Huch - oh - da muß ich nachlesen.

Was machen eigentlich Patienten, die nicht gut deutsch können? Und wo niemand dabei ist und Widersprüchlichkeiten bemerkt?

Ich möchte anmerken: Bis auf die völlig zickige Röntgenschwester waren alle unheimlich freundlich, wenn auch unheimlich überarbeitet. Jeder hat aber eine gute Besserung gewünscht. Aber wenn Du nicht aufpaßt wie ein Luchs, kannst Du ganz schnell durchs System rutschen. Und wenn das nicht vorbereitet wird, was geplant ist, bist Du halt schnell nen Tag länger in der Klinik....

Ach ja - der Spaß hat ziemlich genau 4 Stunden gedauert, bis meine Mutter endlich auf einer Station in einem Bett lag. 10 vor 12 bin ich aus der Klinik gestolpert.
Ich hoffe, es ist nichts ernstes....

Ach ja - ich hab in der Wartezeit 2 Bücher ausgelesen....