Ihr ahnt es - ich war mal wieder unterwegs - diesmal waren es die "Norwegischen Fjorde".
Schön wars - gerade sind wir zurück.
Morgen fang ich mal mit nem Reisebericht an - und rechne einige Bilder klein.
Die Privat-Einträge hab ich nachgelegen - ich werd aber jetzt nicht
kommentieren - es waren so viele neue Blogeinträge - da muß ich mal
hinterherkommen.
Kann mir jemand erklären, warum so ein Urlaub immer VIEL ZU SCHNELL vorbei ist?
Eindeutig - es geht heimwärts (bzw. erstmal nach Amsterdam).
Der Captain (ich hab schon mal gesagt - trockener Humor) Henrik Loft
Sorensen war oft in den öffentlichen Bereichen des Schiffes unterwegs
und verschanzte sich nicht auf der Brücke. Hier führt er das
Abschiedsgespräch mit der Guest-Relation-Managerin - in der Atrium Lobby
bei einem Becher Kaffee.
Wir hatten als Ausschiffungszeit 8 Uhr gewählt - da unser Zug erst
um 14:30 Uhr abfährt, müssen wir nicht eilen. Wir wollen auch nicht ins
Restaurant zum Frühstück, am Tag vorher haben wir einige
Frühstückssachen auf die Kabine geholt - ich husche morgens nochmal ins
Buffetrestaurant und hole frisches Brot. Der Wasserkocher auf der Kabine
leistet gute Dienst und so endet die Reise entspannt.
Pünktlich kommen wir von Bord - der Sammelpunkt war ab 8 Uhr das
Theater - und es lohnte kaum, sich zu setzen, da wurde unsere
Ausschiffungsnummer schon aufgerufen und wir wurden wirklich durch das
Schiff begleitet. Die Koffer waren ebenfalls gut sortiert, so daß wir
ruckzuck vor dem Passagierterminal standen. Die meinten das ernst, daß
sie uns loswerden wollten. Wir schoben also unser Gepäck zum Bahnhof und
zu den Schließfächern. Für 7,60 € (für große - und da paßt wirklich ein
sehr großer Koffer rein und 4,90 € für kleine Schließfächer
(Handgepäcksgröße) kann man seine Sachen 24 Stunden verstauen (keine
kleineren Zeiteinheiten).
Unbelastet überlegen wir, was wir an diesem sonnigen Tag nun machen.
Wir entscheiden uns für ein Hop On Grachtenschiff-Ticket - mehrere
Linien, (3) für 22 € pro Person, beliebig lange am Tag.
Amsterdam ist bekannt für seine innovative moderne Architekturszene:
Das ist das "NEMO" - gebaut von Renzo Piano, ein Wissenschaftsmuseum für Kinder und Erwachsene.
Hier kann man Wissenschaft und Technologie anfassen, sogar drauf rumspringen oder eigene Experimente durchführen.
Das maritime ist überall präsent:
Und das, was man für typisch hält:
Auch neue Häuser bekommen gerne die Seilwinde angebaut - macht Umzüge
leichter. Die Fassaden sind übrigens oft leicht geneigt - das vermeidet
Schäden an der Fassade bei Hebevorgängen!
Nach wie vor gibt es viele Hausboote:
Das ist ja der Klassiker - aber auch schwimmende Plattformen mit
todschicken Aufbauten sind zu finden. Es sind wohl insgesamt 2500 - und
neue Genehmigungen werden nicht mehr erteilt - man will die Zahl
konstant oder kleiner haben.
Wir schaffen es, 2 Runden zu fahren - und dann ist es auch schon
Zeit, noch einen Reisesnack zu besorgen (und ein paar Leonidas Pralinen -
wie geschickt, daß ein kleiner Laden am Bahnhof ist!) und dann kommt
schon unser Zug, der uns via Düsseldorf nach Hause bringt.
Dort werden wir schon erwartet und nach Hause gebracht - meine
Balkonpflanzen wurden liebevoll versorgt, ich bekommen noch eine
"Nahrungsmittel-Erstversorgung" - Heimat, Du hast uns wieder. Und damit
der Absturz in die Realität etwas weicher gepuffert wird, bekommen wir
auch noch eine Esseneinladung für den nächsten Tag.
(Ja - wir wurden auf dem Schiff vor dem Moment gewarnt, der einen
unweigerlich zu Hause erwartet: Wer macht mein Bett, wer kocht, wer
serviert mir das Essen und warum gibts keine Handtuchtiere auf meinem
Bett!)
Es war - wie immer eine tolle Reise - erholsam, interessant und wunderschön!
Keine Bange - wir sind nicht untergegangen!
Heut gibts nochmal einen Seetag - und der Song ist schön!
Wir haben an den Tagesaktivitäten immer häufiger teilgenommen und
uns dabei köstlich amüsiert. Am liebsten machen wir bei den Trivias mit.
Egal, ob es das Abba-Trivia ist (erkenne möglichst viele der
angespielten Songs), das Million selling Songs Trivia oder andere sind -
es finden sich immer wieder die gleichen Leute in der Shooner Bar ein
und es ist ein lustiger Wettstreit um völlig belanglose Preise.
Heute nachmittag steht die Snap camera scavenger hunt auf dem
Programm - wir können uns nichts drunter vorstellen - irgendeine
Schnitzeljagd mit Kameras? Was sollen wir finden? Wir beschließen - da
machen wir mit.
OK - das ganze entpuppt sich als "Wettbewerb" - jedes Team bekommt
eine kleine Kamera für Minifilme und eine Liste mit Aufgaben, die es
lösen bzw. performen muß. Dabei muß man sich filmen lassen. Leider sind
wir wenig Teilnehmer und Miniteams. DBMDW stellt mir ein Ultimatum -
entweder er hinter der Kamera oder gar nicht.
Ich beschließe: Scham und Scheu sind fehl am Platz - wenn schon zum
Deppen, dann richtig. Und heut bin ich in der Laune dazu (nenenene -
dazu braucht es keinen Alkohol bei mir - wir haben es erst 14 Uhr!)
Na - das fängt gut an: mache einem wildfremden einen
Heiratsantrag.... ok - ich fall gleich mal vor dem "Animateur" auf die
Knie.... DBMDW braucht 3 Versuche, um das auf die Kamera zu bannen - ich
kriege zweimal ein Ja und einmal ein Nein - wie darf ich das verstehen?
Performe ein Wort mit deinem Körper... ich belasse es bei LOL
Loughing out loud (auf die Frage von Freunden "wie hast Du das O gemacht
konnte ich nur sagen "mit Mühe....")
Angle im Pool
Performe YMCA (ok - niemals kommt der verdammte Aufzug - aber wenn
ICH MICH ZUM NARREN mache, kommt er genau in diesem Moment -
vollbesetzt!)
Tanze im Glasaufzug
Filme das Team unter der Dusche
Nimm ein Schild wörtlich
Spiele Titanic nach
und noch einige weitere schöne Dinge....
Am Ende hatten wir die meisten Aufgaben gelöst - da die Aufgaben
aber unterschiedlich "bepunktet" waren (Mist - DAS ist uns gar nicht
aufgefallen!) belegten wir dann den 2. Platz und bekamen ganz fabelhafte
Medaillen mit dem RCCL-Logo - Jubel - Trubel!
Im Klartext - es war total lustig.... wenn man mal sein Schamgefühl an der Garderobe abgegeben hat
Boah - und heute abend gab es als Dessert "Lemon & Lime Souffle"
- was sich als Limonen & Limetten-Parfait entpuppte. Das war das
BESTE Dessert der Reise!