Wie aus der Pistole geschossen:
Bibliothekarin
Wußte ich schon sehr früh, wollte ich immer werden und wäre ich auch heute noch gerne - aber .... jetzt kommt das große aber:
Rechtzeitig - als das Thema real anstand - habe ich mich kundig gemacht:
Ich wollte nämlich auf jeden Fall an eine öffentliche und nicht an eine wissenschaftliche Bibliothek.
Also erkundigte ich mich zum einen, was für Voraussetzungen Bibliothekarinnen überhaupt so haben - da hieß es seinerzeit: Germanistikstudium plus Nebenfach. Das deckte sich nicht mit meinem Erfahrung, was an einer öffentlichen Bibliothek so als Alltagsarbeit anfällt - wenn ich mir also vorstelle: Das Studium, um dann Bücher in Klebefolie zu packen und zu katalogisieren (damals noch auf Karteikarten). Dazu die Beratung von Besuchern, die Ausleihe und Büroarbeit. Sorry - das erschien mir damals als ein etwas übertriebener Aufwand für das reale Berufsbild.
Meine Erkundigungen gingen aber noch weiter: Ich fragte nämlich in der Bibliothek mal nach, wieviele neue Mitarbeiter denn so eingestellt wurden in den letzten Jahren und woher man die einstellt.
Die Erkenntnis daraus war so ernüchternd: Zum einen stellten die so gut wie niemanden neu ein - der Personalschlüssel sank eher. Und wenn neue Mitarbeiter als Ersatz für ausgeschiedene Mitarbeiter kamen, dann wurden die aus dem Personalpool der Stadt "rübergeschoben" - ohne jegliche universitäre Ausbildung (weils die nämlich nicht braucht zum Bücher in Klebefolien einbinden oder den Ausleihcomputer zu bedienen - die Arbeit der entsprechenden Abteilung bekommt man halt beigebracht). Gerne sind das Mitarbeiter aus irgendwelchen körperlich aktiveren Dienst, die aufgrund von Alter oder veränderter körperlicher Leistungsfähigkeit ihre Arbeit nicht mehr machen können und auf einen nicht so körperlich aktiven Posten versetzt werden.
Man kann sich also z.B. vorstellen: Vom Straßenbahnmonteur in die Bibliothek...
Die Einsicht daraus war für mich: Such Dir nen Beruf, der dich ernähren kann und wenn Dein Seelenheil an der Bibliothek hängt, engagier Dich da als Freiwillige, hilf in einer Pfarrbibliothek oder etwas vergleichbares.
Und genau so hab ich es gemacht: Ich hab nen universell einsetzbaren kaufmännischen Beruf gelernt (und in der Ausbildung entdeckt, daß ich das auch wirklich gern mache). Und mich privat immer für "meine" Bibliothek eingesetzt, sie unterstützt, Unterschriften für einen Neubau gesammelt, zum damaligen Kulturreferenten in der Sache gegangen, an sie gespendet....
Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich da vielleicht auch noch als Freiwillige arbeiten. Mal sehen - das ist vielleicht das Einzige, wo ich sage: "Wenn ich mal in Rente bin und eine Aufgabe suche"....
Deswegen arbeite ich nicht in meinem Traumberuf - und arbeite letztlich doch in meinem Traumberuf. Denn das, was ich in wirklichen Leben mache, ist durchaus das, was ich gerne mache.
Bibliothekarin
Wußte ich schon sehr früh, wollte ich immer werden und wäre ich auch heute noch gerne - aber .... jetzt kommt das große aber:
Rechtzeitig - als das Thema real anstand - habe ich mich kundig gemacht:
Ich wollte nämlich auf jeden Fall an eine öffentliche und nicht an eine wissenschaftliche Bibliothek.
Also erkundigte ich mich zum einen, was für Voraussetzungen Bibliothekarinnen überhaupt so haben - da hieß es seinerzeit: Germanistikstudium plus Nebenfach. Das deckte sich nicht mit meinem Erfahrung, was an einer öffentlichen Bibliothek so als Alltagsarbeit anfällt - wenn ich mir also vorstelle: Das Studium, um dann Bücher in Klebefolie zu packen und zu katalogisieren (damals noch auf Karteikarten). Dazu die Beratung von Besuchern, die Ausleihe und Büroarbeit. Sorry - das erschien mir damals als ein etwas übertriebener Aufwand für das reale Berufsbild.
Meine Erkundigungen gingen aber noch weiter: Ich fragte nämlich in der Bibliothek mal nach, wieviele neue Mitarbeiter denn so eingestellt wurden in den letzten Jahren und woher man die einstellt.
Die Erkenntnis daraus war so ernüchternd: Zum einen stellten die so gut wie niemanden neu ein - der Personalschlüssel sank eher. Und wenn neue Mitarbeiter als Ersatz für ausgeschiedene Mitarbeiter kamen, dann wurden die aus dem Personalpool der Stadt "rübergeschoben" - ohne jegliche universitäre Ausbildung (weils die nämlich nicht braucht zum Bücher in Klebefolien einbinden oder den Ausleihcomputer zu bedienen - die Arbeit der entsprechenden Abteilung bekommt man halt beigebracht). Gerne sind das Mitarbeiter aus irgendwelchen körperlich aktiveren Dienst, die aufgrund von Alter oder veränderter körperlicher Leistungsfähigkeit ihre Arbeit nicht mehr machen können und auf einen nicht so körperlich aktiven Posten versetzt werden.
Man kann sich also z.B. vorstellen: Vom Straßenbahnmonteur in die Bibliothek...
Die Einsicht daraus war für mich: Such Dir nen Beruf, der dich ernähren kann und wenn Dein Seelenheil an der Bibliothek hängt, engagier Dich da als Freiwillige, hilf in einer Pfarrbibliothek oder etwas vergleichbares.
Und genau so hab ich es gemacht: Ich hab nen universell einsetzbaren kaufmännischen Beruf gelernt (und in der Ausbildung entdeckt, daß ich das auch wirklich gern mache). Und mich privat immer für "meine" Bibliothek eingesetzt, sie unterstützt, Unterschriften für einen Neubau gesammelt, zum damaligen Kulturreferenten in der Sache gegangen, an sie gespendet....
Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich da vielleicht auch noch als Freiwillige arbeiten. Mal sehen - das ist vielleicht das Einzige, wo ich sage: "Wenn ich mal in Rente bin und eine Aufgabe suche"....
Deswegen arbeite ich nicht in meinem Traumberuf - und arbeite letztlich doch in meinem Traumberuf. Denn das, was ich in wirklichen Leben mache, ist durchaus das, was ich gerne mache.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen