Montag, 26. September 2011

Mariner of the Seas 26.09.2011

Haifa

Für Haifa hatten wir uns ebenfalls einer englischsprachigen Gruppe angeschlossen – wieder 16 Gäste. Alle im Bus waren wirklich sehr sehr nett, entgegenkommend und es wurde ein lustiger Tag.

Laut Buchung sollte das Ganze so aussehen – wir hatten die "christlich orientierte Tour" (Alternative war die jüdisch orientierte)

Auf der christlichen Nord-Israel Tour erleben Sie die historischen Orte und atemberaubende Landschaft der Orte, wo Jesus lebte, predigte und seine Wunder verrichtete.

Genießen Sie eine malerische Fahrt von Haifa an die Spitze des Berges Karmel mitPanoramablick über die Bucht von Haifa und dem berühmten Baha'i Garden.


Anschließend Fahrt entlang der Ebenen von Armageddon nach Nazareth - der Ort, wo Jesus seine Jugend verbrachte.

In Nazareth sehen Sie die Basilika der Verkündigung, eine der am meisten verehrten Schreine des Christentums und größte Kirche im Nahen Osten. Eine bemerkenswerte 170-Meter hohen Kuppel, die hoch über der oberen Kirche aufragt läßt der Basilika prachtvoll erscheinen beleuchtet den Innenraum.


Anschließend Fahrt durch Kanaa, dem Ort, an dem Jesus sein erstes Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein. Dann weiter nach Tabgha, dem Ort des Wunders der Brote und Fische.


(Kreuz in der  Brotvermehrungskirche in Tabgha)

(Bodenmosaik)

Besuchen Sie den schöne Berg der Seligpreisungen, wo Jesus die berühmten Bergpredigt hielt.

Die Fahrt geht nach Kapernaum, am Ufer des See Genezareth, wo sich das Zentrum des Wirkens Jesu befand. Bei Ihrem Besuch werden Sie auch die Ruinen einer alten Synagoge mit eindrucksvollem Mosaikboden sehen, die erst kürzlich ausgegraben wurden.

Weiter entlang der Küste kommen Sie zur Yardenit Taufstelle, wo der Fluss Jordan sich von dem See Genezareth trennt. In dieser von Natur aus beeindruckenden und symbolischen Stelle kommen Pilger aus der ganzen Welt , um Tauf-Zeremonien durchzuführen.

Ich sag mal so – es war superinteressant – aber es lief häufig darauf raus: Man glaubt, daß da dies oder jenes stattfand, deswegen hat man da ne Kirche draufgesetzt (oft erst in den 60er Jahren – gerne gesponsort von irgendwelchen ausländischen Geldgebern) und nun ist da halt Pilgertourismus.

Die wenigen "echten" Ausgrabungen werden eher stiefmütterlich behandelt und wenig erläutert.

Die Yardenit-Taufstelle ist vielleicht das skurrilste überhaupt. Eigentlich wird so getan, als ob es sich um die Stelle handelt, an der Jesus getauft wurde. Aber man sagt auch, daß man "in Wirklichkeit" annimmt, daß es an anderer Stelle war (unglücklicherweise – wenn ich das richtig verstanden habe – liegt die "echte" Taufstelle nicht auf israelischem Staatsgebiet, deswegen hat man es zu besseren Vermarktungszwecken verlegt – ist ja immerhin der gleiche Jordan...). Ein Kibbutz sorgt für perfekte Gewinnschöpfung. Bis zu 1000 Leute können gleichzeitig getauft werden – es sieht aus, wie eine überdimensionale Ganzkörper-Kneipp-Anlage.



Taufhemdchen kann man für nur 10 US$ ausleihen. Überall laufen Videos von Taufzeremonieren. Und ein überdimensionaler Devotionalienshop läßt keine Wünsch offen an jeglichem religiösen und nichtreligiösem Schund. So gabs „Taschenaschenbecher in Kamelform – unterm Höcker der Ascher – mit Glitzersteinen für 34 US$....“. Jordanwasser 100 ml für 8 US $ - wer es lieber selber abfüllen mag und nicht gefiltert mitnehmen mag, kann auch für 4 $ ein leeres Plastikfläschchen kaufen.....




Hier gibt es übrigens diese kleinen Fischchen, die Hautschuppen abknabbern. Da gerade keine Großtaufe mehr stattfand und das Becken frei war, konnten wir ans Wasser und ich mußte das natürlich unbedingt ausprobieren. Ich konnte es echt nicht aushalten - es kitzelt wie blöd, ich hatte Angst, vor lachen ins Wasser zu fallen. Somit sind meine Füße nun Jordan-getauft - auf die Ganzkörpertaufe habe ich verzichtet....

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