Palma de Mallorca - kann man es sich vorstellen, daß ich als weitgereiste Frau tatsächlich noch nie auf der Deutschen liebster Insel war? Unfaßbar! Und auch diesmal ist es eigentlich Zufall - denn ursprünglich war Mallorca nicht geplant - wir sollten eigentlich nach Tunis fahren. Aber wegen der immer wieder auftretenden Anti-Westlichen Proteste hat sich die Reederei entschlossen, Tunis sausen zu lassen (Reedereien reagieren auf sowas sehr sensibel - schließlich sind die Mehrzahl der Gäste Amerikaner - oder englischsprachig - und es ist eine Horrorvorstellung, daß mit den Gästen etwas passieren würde).

Und so dämmert der Morgen - ich trete auf meinen Balkon - und das ist der Ausblick, der sich mir bietet: Im Morgenrot gleitet unser Schiff an der Kathedrale vorbei:


Außerdem gleitet es an dieser grottenhäßlichen Yacht vorbei:


Das Ding heißt A, gehört einem russischen Milliardär (Andrei Igorewitsch Melnitschenko) und widerlegt die Faustformel für Yachten (die da lautet: Jeder Meter ne Million €) - denn das Ding ist 119 m lang und soll 200 Millionen Euro gekostet haben. Design Philippe Starck. Bockhäßlich. Find ich ganz schlimm!

Die Konkurrenz parkt auch gerade ein:


Und wir gucken auf diese nette Festung:


Was wir leider auch feststellen: Wir liegen irgendwie ganz schön weit weg vom Schuß - denn natürlich sind Liegeplätze lange gebucht (man kommt ja mit so nem Schiff nicht mal eben zufällig vorbei) und wer sich länger vorher anmeldet, bekommt natürlich den vorteilhafteren Liegeplatz. Also laufen ist nicht in die Stadt.

Wir nehmen also für 12 $ pro Person den von der Reederei angebotenen Shuttle-Bus. Denn ob und wo an unserem Pier ein öffentlicher Bus fährt - das will ich nicht erstmal rauskriegen. Und der Bus braucht immerhin 15 Minuten bei flotter Fahrt bis zur Kathedrale.... das hätte ich nicht zu Fuß gehen wollen.
Und weil sie wirklich schön ist gibts hier nochmal ein Bild:


Weil die Mallorciner aber auch sehr geschäftstüchtig sind (die Barceloner - sagt man so? aber auch!) wollen sie eine Menge Eintritt für die Kathedrale - was ich verweigere. Deswegen sehen wir sie uns nur von außen an.

Wir bummeln lieber einfach so durch die Stadt:



Die Auslage eines Schuhgeschäftes erregt meine Aufmerksamkeit:


Ich sehe die Blasen an den Füßen geradezu vor mir!

Immer wieder geht es durch einen Torbogen auf einen weiten Platz:


Hier war Palma wenig touristisch - man hörte eigentlich nur spanisch:


Eine offenstehende zerschundene Tür öffnet den Durchblick hierzu:


Wir bummeln gemächlich zurück zum Shuttlebus - Palma de Mallorca ist sicher nicht urtümlich und unberührt - aber es war ganz sicher während unseres Besuches auch keine Hauptstadt eines "17. deutschen Bundeslandes". Nebensaison..... oder eher "gar keine Saison" - schön wars!