Auf Neapel haben wir uns gefreut wie die Kinder - schließlich waren
wir hier schon letztes Jahr - und haben damals Pompeji angeguckt - nun
können wir Herkulaneum sehen - was uns - schon als Vergleich - brennend
interessiert.
Wettertechnisch Schwein gehabt:

Perfektes Besichtigungswetter - angenehm sonnig, aber nicht heiß.
Wir laufen zur Station der Circumvesuviana und kaufen Fahrkarten. Die Fahrkarten haben glaube ich 1,20 € pro Person und Strecke gekostet. Wir wundern uns ein wenig, daß gar keine Zuganzeigen auf den Tafeln sind - und fragen einen Uniformierten - der uns an jemanden verweist (er selbst spricht nur italienisch). Dort erfahren wir "Streik". Mh.... Wir denken uns mal, kann nicht lange dauern - sonst würden die Leute nicht alle bleiben und warten und man hätte uns wohl auch keine Fahrkarten verkauft. So war es auch - und unser Zug ist sogar der erste, der wieder fährt. Wir müssen "Ercolano Scavi" aussteigen. Auf der Fahrt hat man fast immer den Vesuv im Blick.
Ercolano (also Herkulaneum) ist um diese Jahreszeit ein sehr untouristischer Ort. Palavernde alte Männer an den Straßenecken, ein paar Hausfrauen beim Einkaufen, das Kind an der Hand. Keine schiebenden und drängelnden Massen. Vom Bahnhof ist die Ausgrabung gut ausgeschildert - einfach die Straße in Richtung Meer. Wenige 100 m.
Die Ausgrabung beginnt quasi mitten in der Stadt:

An manchen Stellen hängt wirklich die Wäsche der Wohnhäuser über den darunter liegenden Ausgrabungen!
Man geht über eine Art Steg schon über das Ausgrabungsgelände, bis man zum Kassengebäude kommt. Der Eintritt beträgt 11 € pro Person, wir nehmen dazu den Audioguide - 2 Geräte für 10 €. Wir haben mit diesen gute Erfahrungen gemacht - sie sind gut gesprochen, sehr informativ und man kann je nach Informationsbedarf weiterführende Infos anklicken oder eben nicht.

Interessant ist, daß hier z.B. vergleichsweise wenig geforscht wurde - es gab immer wieder Ausgrabungen - aber Pompeji wurde halt deutlich intensiver beforscht.
In Herkulaneum sind viele Häuser gut erhalten (sie brachen nicht ein, weil sie schon vorher "ausgefüllt waren".
Dies waren Gewölbe, die ursprünglich offen zum Strand waren - die "Mauer" kam durch den Vulkanausbruch! Hierhin hatten sich die Menschen geflüchtet und hofften wohl, dort geschützt zu sein und übers Meer zu entkommen:


Viele Wandmalereien sind noch erhalten:

Ein antikes Fast-Food-Lokal:

In den eingemauerten Krügen gabs Wein, auf den Wandregalen Waren, man konnte sich hinsetzen im hinteren Teil, da gabs dann auch noch "Nüßchen" aus nem Krug zum Wein dazu....



Das Ding ist der Hammer - es ist eine Original-Toga-Bügelmaschine:

Die Gewänder wurde gewaschen, getrocknet und dann gefaltet in diese Maschine gelegt und glatt gepreßt. Es ist kein Nachbau - sondern das Original - in dem Wäschereihaus!
Man legte Wert auf "Schöner Wohnen":

Wandmalereien, Mosaiken, schöne Bodenmosaiken!
Die Dächer waren nach innen abschüssig und offen - man fing das Regenwasser ein und ließ es ablaufen in die Mitte des Hauses ins Atrium:

Da fing man es in einem Becken auf - und leitete es in eine Zisterne.
Es gab auch noch ein "Hotel" in der Stadt - mit "unverbaubarem Meerblick". Zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs war es gerade wegen Renovierung geschlossen. Man konnte sich beim Durchwandern richtig vorstellen, welchen Komfort es hatte - mit Seeterrasse, eigener Thermenanlage, komfortable Zimmer.....
Und immer hat man den Vesuv in Sichtweite:

Wir machten uns wieder auf den Rückweg - Herculaneum hat uns enorm begeistert. Es waren sehr sehr wenig Leute da - außer uns haben wir vielleicht 20 weitere Besucher gesehen....
Den Ausflug hätte es als 3,5 Stunden Ausflug von der Reederei gegeben - da hätte er 65 US$ gekostet pro Person - wir haben mit Eintrittsgeld etwa 20 € bezahlt - waren aber deutlich länger dort gewesen. Wir unternehmen einfach lieber etwas auf eigene Faust - wir können unseren Zeitplan nach unseren Wünschen gestalten, stehen und bleiben wo wir wollen und gehen wann wir wollen.
Wettertechnisch Schwein gehabt:

Perfektes Besichtigungswetter - angenehm sonnig, aber nicht heiß.
Wir laufen zur Station der Circumvesuviana und kaufen Fahrkarten. Die Fahrkarten haben glaube ich 1,20 € pro Person und Strecke gekostet. Wir wundern uns ein wenig, daß gar keine Zuganzeigen auf den Tafeln sind - und fragen einen Uniformierten - der uns an jemanden verweist (er selbst spricht nur italienisch). Dort erfahren wir "Streik". Mh.... Wir denken uns mal, kann nicht lange dauern - sonst würden die Leute nicht alle bleiben und warten und man hätte uns wohl auch keine Fahrkarten verkauft. So war es auch - und unser Zug ist sogar der erste, der wieder fährt. Wir müssen "Ercolano Scavi" aussteigen. Auf der Fahrt hat man fast immer den Vesuv im Blick.
Ercolano (also Herkulaneum) ist um diese Jahreszeit ein sehr untouristischer Ort. Palavernde alte Männer an den Straßenecken, ein paar Hausfrauen beim Einkaufen, das Kind an der Hand. Keine schiebenden und drängelnden Massen. Vom Bahnhof ist die Ausgrabung gut ausgeschildert - einfach die Straße in Richtung Meer. Wenige 100 m.
Die Ausgrabung beginnt quasi mitten in der Stadt:

An manchen Stellen hängt wirklich die Wäsche der Wohnhäuser über den darunter liegenden Ausgrabungen!
Man geht über eine Art Steg schon über das Ausgrabungsgelände, bis man zum Kassengebäude kommt. Der Eintritt beträgt 11 € pro Person, wir nehmen dazu den Audioguide - 2 Geräte für 10 €. Wir haben mit diesen gute Erfahrungen gemacht - sie sind gut gesprochen, sehr informativ und man kann je nach Informationsbedarf weiterführende Infos anklicken oder eben nicht.

Interessant ist, daß hier z.B. vergleichsweise wenig geforscht wurde - es gab immer wieder Ausgrabungen - aber Pompeji wurde halt deutlich intensiver beforscht.
In Herkulaneum sind viele Häuser gut erhalten (sie brachen nicht ein, weil sie schon vorher "ausgefüllt waren".
Dies waren Gewölbe, die ursprünglich offen zum Strand waren - die "Mauer" kam durch den Vulkanausbruch! Hierhin hatten sich die Menschen geflüchtet und hofften wohl, dort geschützt zu sein und übers Meer zu entkommen:


Viele Wandmalereien sind noch erhalten:

Ein antikes Fast-Food-Lokal:

In den eingemauerten Krügen gabs Wein, auf den Wandregalen Waren, man konnte sich hinsetzen im hinteren Teil, da gabs dann auch noch "Nüßchen" aus nem Krug zum Wein dazu....



Das Ding ist der Hammer - es ist eine Original-Toga-Bügelmaschine:

Die Gewänder wurde gewaschen, getrocknet und dann gefaltet in diese Maschine gelegt und glatt gepreßt. Es ist kein Nachbau - sondern das Original - in dem Wäschereihaus!
Man legte Wert auf "Schöner Wohnen":

Wandmalereien, Mosaiken, schöne Bodenmosaiken!
Die Dächer waren nach innen abschüssig und offen - man fing das Regenwasser ein und ließ es ablaufen in die Mitte des Hauses ins Atrium:

Da fing man es in einem Becken auf - und leitete es in eine Zisterne.
Es gab auch noch ein "Hotel" in der Stadt - mit "unverbaubarem Meerblick". Zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs war es gerade wegen Renovierung geschlossen. Man konnte sich beim Durchwandern richtig vorstellen, welchen Komfort es hatte - mit Seeterrasse, eigener Thermenanlage, komfortable Zimmer.....
Und immer hat man den Vesuv in Sichtweite:

Wir machten uns wieder auf den Rückweg - Herculaneum hat uns enorm begeistert. Es waren sehr sehr wenig Leute da - außer uns haben wir vielleicht 20 weitere Besucher gesehen....
Den Ausflug hätte es als 3,5 Stunden Ausflug von der Reederei gegeben - da hätte er 65 US$ gekostet pro Person - wir haben mit Eintrittsgeld etwa 20 € bezahlt - waren aber deutlich länger dort gewesen. Wir unternehmen einfach lieber etwas auf eigene Faust - wir können unseren Zeitplan nach unseren Wünschen gestalten, stehen und bleiben wo wir wollen und gehen wann wir wollen.
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