Samstag, 14. Juni 2014

MS Eurodam - Baltische See - 14.06. Kopenhagen

Jetzt hat es doch eine Weile gedauert, bis ich endlich dazu komme, meinen Reisebericht zu beginnen.
Gebucht haben wir etwa 6 Wochen vor Abreise - weil mir mal wieder ein Angebot "begegnet ist", dem man schlecht widerstehen konnte.

Es paßte einfach alles: Preis, Termin, Zielgebiet und das Schiff.
Der Preis war sehr sehr günstig (wen es interessiert, kurze Mail genügt).
Der Termin: Über Mittsommer
Das Zielgebiet: Baltisches Meer - also Ostsee
Das Schiff: Die MS Eurodam der Reederei Holland America Line (HAL)

Mit der Reederei waren wir schon einmal unterwegs - das Schiffsbild meines Blogs ist die MS Oosterdam. Mit der Eurodam wollte ich immer mal fahren, mit HAL selbst sowieso. Ich habe nur beste Erinnerungen.
Alles paßte - und noch dazu: Sowohl mein "Kleiner Bruder" als auch seine Ehefrau konnten Urlaub bekommen. Der "Beste Mitreisende der Welt" war leider zeitgleich in den USA - hat ihm aber gestunken ;D

Also - machen wir uns auf den Weg.

Weil unser Abflug erbärmlich früh war, habe ich bei meinem Bruder auf dem Sofa übernachtet - und wir machten uns irgendwann gegen halb vier auf den Weg zum Münchner Flughafen.
Check In, Flug und Einreise in Kopenhagen waren denkbar unspektakulär.

Im Vorfeld hatte ich mich kundig gemacht, wie man vom Flughafen zum Pier kommt - und das war mehr Abenteuer als der Flug selbst. Denn das neue Pier 330 wurde erst zum 1. Mai eröffnet - und hatte derzeit nur wochentags eine Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr. Nachdem viele Passagiere sich wohl bei der Stadtverwaltung beschwert hatten, wurde Abhilfe versprochen - und glücklicherweise (und unerwartet!) fuhr ein Bus.

Direkt am Flughafen also am Automaten ein Ticket für 36 Dänische Kronen gezogen (Zone 3 - der Automat nimmt Kreditkarten - aber nur mit PIN). Uns wurde empfohlen, bis zur Station Østerport zu fahren, da hier ggf. mehr Möglichkeiten sind, ein Taxi zu ergattern, falls kein Bus fährt. Aber der passende Bus Nr. 26 kam und während der Fahrt wurde auch glasklar: Das läuft man nicht! Es ging mitten durch Container, ewig lang (es wären wohl ohne Gepäck ca. 40 Minuten sportliches Laufen). Unsere Haltestelle war Unicef Færgehavn.

Von hier waren es noch etwa 300 m - dann kam unsere Einschiffungshalle. Gepäck wurden wir unverzüglich los, sonst war ein wenig Warten angesagt. Etwa um 11:30 Uhr begann die Einschiffung - wir hatten auch gleich die Nummer 1 erhalten, so daß es nur wenige Minuten dauerte, bis wir an Bord konnten. Den Fotografen haben wir wieder elegant umgangen.

Die Kabinen waren noch nicht bezugsfertig - kein Wunder - die Stewards müssen ja Wunder vollbringen, in dieser kurzen Zeit die Kabinen für die neuen Gäste wieder tiptop zu bekommen. So führte uns unser Weg erstmal ins Buffet-Restaurant - schließlich hatte unser Tag früh angefangen - und der Joghurt im Flugzeug hat nicht wirklich lange vorgehalten.

Holland America verfolgt die ersten 48 Stunden an Bord eine "keine Selbstbedienungs-Politik" in den Buffetrestaurants, um ggf. eine Ausbreitung von Noroviren zu verhindern (wenn nicht jeder möglicherweise Infizierte während der Inkubationszeit alles antatschen kann - gerade Nahrungsmittel und Vorlegebesteck - ist möglicherweise schon viel geholfen.

Für das Personal ist das natürlich an den Ab- und Anreisetagen zusätzliche Arbeit - aber die Wartezeiten waren sehr sehr gering. Und der ersten Eindruck des Angebotenen war hervorragend. Es gab verschiedenste Salate, Sandwiches, Suppen, warme Gerichte mit den verschiedensten Beilagen, Pasta. An Getränken war mittags Eistee, Kaffee, Tee, Milch und Lemonade vorhanden - ich meine, auch noch eine Art Fruchtpunsch.
Selbst zu zahlen waren Sodagetränke (also Cola etc.) und Alkohol. Außerdem konnte man Kaffeespezialitäten a la Starbucks im Exploration Cafe erhalten (gegen Bezahlung)

Noch während wir beim Essen waren, kam schon die Durchsage, daß die Kabinen bezugsfertig sind.
Nichts wie hinunter. Wir hatten Balkonkabinen mit Verbindungstür nebeneinander - und unsere Koffer waren ebenfalls schon da. Unser Steward stellte sich vor - wir konnten also unsere Bitte gleich loswerden, die Verbindungstür des Balkons zu öffnen. Er wollte sich unverzüglich um den entsprechenden Schraubenschlüssel kümmern. Das muß immer genehmigt werden von Vorgesetzten. Auf manchen Schiffen wird es nicht erlaubt.

Hier also ein Rundgang durch meine Kabine - ich hatte die Kabinennummer 4160 - der Vorteil auf diesem Deck ist, daß die Balkone etwas tiefer sind als die darüberliegenden (so ist der Balkon etwa 1,5 mal so groß).
Mein Balkon

Die Sitzecke:


Es gibt einen DVD-Spieler:

(das ist gar nicht so abwegig - HAL macht auch sehr große Reisen - sogenannte Grand Voyages - es gibt eine DVD-Bibliothek an Bord zum Ausleihen. Wenn man 60 Tage unterwegs ist, guckt man bestimmt ganz gern mal was)

Der Schreibtisch

Der Hocker ist noch zusätzlicher Stauraum

Mein Bett

Saubequem! Der Tiger ist auch schon eingezogen ;D

Der Safe war ziemlich groß - um ein Größenverhältnis zu schaffen, hab ich mal ein DIN A 4-Blatt reingelegt:


Im Bad hat mir ein Schränkchen etwas gefehlt - so der Ordnung halber - Platz war aber genug:


Mit Badewanne (riesig ist sie nicht)


Letztes Mal gabs noch einzelne Fläschchen - inzwischen hat man auch auf Dispenser umgestellt:

Immerhin ist man bei Elemis geblieben - irgendwie gehört der Duft für mich zu Holland America Line.....
Wir "ziehen also erstmal ein" - räumen unsere Koffer aus und machen es uns gemütlich.

Eine der ersten Amtshandlungen ist es, die Klimaanlage direkt überm Bett abzukleben - so daß zwar die Luft noch heraus kann, aber nur noch am Fußende:

Hilft - ich hab es diesmal komplett ohne Erkältung geschafft!

So - und nun fängt für uns der Urlaub an. Unser Schiff hat einen Seetag vor sich.

Und wir gehen gemütlich Abendessen, gucken uns die Show an und entdecken das Schiff.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen