Land in Sicht!
Und es gibt eine gute Gelegenheit, unser Schiff mal komplett zu fotografieren, ohne dabei zu schwimmen:

Die Konkurrenz aus Deutschland versteckt sich ein wenig:

Tallinn - Estland.... ich war froh, daß diese Stadt auf der Route war - und muß sagen - was für eine Vorstellung hatte ich denn von Tallinn? Ehrlich? Gar keine. Womit ich nicht meine, ich hätte eine schlechte. Ich hab ein wenig vorher gelesen - aber irgendwie verfestigte sich in meinem Kopf absolut kein Bild von dieser Stadt (übrigens auch nicht von Riga).
Das liegt wohl daran, daß während meiner Schulzeit die Staaten Litauen, Lettland und Estland schlicht nicht existierten. Das war die Sowjetunion. Und innerhalb der Sowjetunion waren diese Staaten bzw. ihre Städte für uns im Unterricht tatsächlich nicht existent. Man lernte was über Leningrad, Moskau natürlich, gestreift wurde Wladiwostock und im Grunde war es das. Ich kann auch die anderen unabhängigen Staaten, die aus der Sowjetunion hervorgegangen sind ganz schlecht auf einer Karte benennen und zuordnen. Für mich wird übrigens vermutlich auch Jugoslavien mein Leben lang Jugoslavien bleiben, genauso wie ich mich mit neuen Staaten in Afrika schwer tue.
Also - eine Runde schämen und auf nach Tallinn.
Ich kann schon vorab sagen - es war eine angenehme Überraschung!
Wir hatten nichts reserviert, wir dachten uns, daß es so schwer nicht sein könnte - der Hafen ist nicht so weit außerhalb, in berichten war die Rede von Hop On Hop Off Bussen. Wo es sowas gibt, ist Zivilisation - da kommt man zurecht.
Außerdem sind die baltischen Staaten schließlich EU-Mitglieder, man zahlt mit dem Euro in Estland und das Land ist in Sachen Internet ganz vorn dabei. Man hat fast überall W-Lan (auch in den Hop On Hop Off Bussen!), die Esten konnten sogar online wählen. Was soll schon schiefgehen?!
Kaum hatten wir das Schiff verlassen, sprachen uns schon die Verkäufer für die Bustickets an - und die Fahrten waren sogar noch ein wenig günstiger, als es die Webseite und der Prospekt verspricht. 19 € sollte es laut Prospekt kosten - mit 15 € waren wir dabei. Es gibt 3 Routen, die man alle fahren kann.
Direkt auf dem Parkplatz vor dem Hafen war auch eine mobile Shoppingstraße und ein "Container-Shop" aufgebaut. Dort gab es auch eine kleine Touristeninformation, mit kostenlosen Stadtplänen und einer vielsprachigen freundlichen hübschen Mitarbeiterin.
Da kam schonmal Freude auf. Den Shops wollten wir uns bei der Rückkehr näher widmen.
Mit dem Bus fuhren wir bis zum Viru Square - der Haupthaltestelle und entschlossen uns, gleich mal die Runde durch die Stadt per Bus zu machen - einmal komplett - da hat man einen guten Überblick.

Die Fahrt geht um die komplette Altstadt herum und dauerte ca. 1 Stunde. Also am Viru-Platz wieder aussteigen und nun zu Fuß in die Stadt. Am Viru-Platz gibt es einen hübschen Kunst- und Handwerksmarkt - ich bin ja nicht so die Power-Shopperin - aber ich kann Tallinn empfehlen. Es gibt Leinen in jeder Verarbeitungsform - von Tischdecken (tolle Qualitäten, die in Schweden für das 5-10 fache verkauft werden!) über Platzsets und Kleidung. Außerdem gibt es Strickwaren ("Norwegermuster"), Holzartikel und und und. Und Matroschkas.... in jeder Größe und erheblich günstiger (wie wir später merkten) als in Rußland.
Nun bummelten wir über eine verkehrsberuhigte Straße und eine Fußgängerzone ins Zentrum.



Das würde doch auch als gepflegtes deutsches Städtchen durchgehen?!

Es war ja mal eine Hansestadt
Hier trubelte es - man merkte schon deutlich, daß Tallinn europäische Kulturhauptstadt war und viel mit den EU-Geldern in Bewegung gesetzt hat. Vieles ist renoviert, restauriert, sicher auch für Touristen schön gemacht. Aber es ist auch was los auf den Straßen - und das waren nicht nur Kreuzfahrttouristen.
Um den Rathausplatz reiht sich ein Cafe an das andere und bei jedem ist die Terrasse voll.

Die Menschen wirkten freundlich und zuvorkommend. Im touristischen Zentrum haben die Preise auch durchaus deutsches Niveau - ich bin überzeugt, der typische Este kann sich vieles nicht leisten - denn die Löhne sind viel niedriger als bei uns.
Aber auch die russische Zeit hat ihre Spuren hinterlassen - und sie werden gepflegt:


Und die deutsche Botschaft hat sicher die beste Lage überhaupt! Neben der Basilika, in Spuckweite zum Parlament.

Die Briefkästen waren einzeln nummeriert und mit Eesti Post von Hand beschriftet!


Das Parlament

Die Festung (mit einem Museum drinnen)



Das Denkmal für den Unabhängigkeitskrieg
Uns wurde erklärt, daß Estland sich bei Eigentum für Rückübertragung an Alteigentümer nach der Unabhängigkeit entschieden hat. Bis nun viele Eigentumsverhältnisse nach so langer Zeit eindeutig geklärt sind, warten die Menschen mit Investitionen natürlich ab. So sind durchaus noch Stadtviertel in "erwartungsfrohem Zustand".

Ein Haus in traditionaller Bauart
Aber: Tallinn ist eine saubere Stadt. Ich habe bei unserem ganze Fußweg keinen Dreck und Müll auf der Straße gesehen, keine Schmuddelgegenden, es gab öffentliche Toiletten an zentralen Orten, alles wirkte aufgeräumt und gepflegt. Die Parkanlagen haben viele Bänke und sind ebenfalls ordentlich, sauber und schön.
Wir bummeln ohne konkrete Ziele durch die Altstadt, sehen die Schloßanlage von Kadriorg, kommen an der Nationaloper vorbei und genießen einfach die schöne Stadt.
Bei der Rückkehr aufs Schiff darf natürlich auch der Bummel durch die kleine Ladenzeile nicht fehlen - und wir sind angenehm überrascht. Zum einen ist das Angebot durchaus schön - natürlich gibt es auch typischen Touristensouvenirs - aber auch Unikate von einheimischen Künstlerkooperativen, die selbst dort verkaufen, geschmackvolle Gebrauchsgegenstände und typische Leckereien.
Und auch hier - die Verkäufer sind kompetent, sehr sehr nett, auf einen Plausch aufgelegt, aber nicht schleimig. Es hat Spaß gemacht, zu kaufen! Bei mir landeten Tischsets aus Leinen (passend zu einer sauteuren Leinentischdecke aus Schweden, die ich vor Jahren schon geschenkt bekommen hab, die ein Vermögen gekostet hatte), meine Schwägerin griff zu einem Wende-Wollcape. Und richtig Spaß hat das Kaufen gemacht!
Tallinn hat sich gut präsentiert - ich werd es in bester Erinnerung behalten!
Genug geschwärmt - jetzt noch schnell ein toller "Sonnenuntergang" - da war es etwa Mitternacht:

Und es gibt eine gute Gelegenheit, unser Schiff mal komplett zu fotografieren, ohne dabei zu schwimmen:

Die Konkurrenz aus Deutschland versteckt sich ein wenig:

Tallinn - Estland.... ich war froh, daß diese Stadt auf der Route war - und muß sagen - was für eine Vorstellung hatte ich denn von Tallinn? Ehrlich? Gar keine. Womit ich nicht meine, ich hätte eine schlechte. Ich hab ein wenig vorher gelesen - aber irgendwie verfestigte sich in meinem Kopf absolut kein Bild von dieser Stadt (übrigens auch nicht von Riga).
Das liegt wohl daran, daß während meiner Schulzeit die Staaten Litauen, Lettland und Estland schlicht nicht existierten. Das war die Sowjetunion. Und innerhalb der Sowjetunion waren diese Staaten bzw. ihre Städte für uns im Unterricht tatsächlich nicht existent. Man lernte was über Leningrad, Moskau natürlich, gestreift wurde Wladiwostock und im Grunde war es das. Ich kann auch die anderen unabhängigen Staaten, die aus der Sowjetunion hervorgegangen sind ganz schlecht auf einer Karte benennen und zuordnen. Für mich wird übrigens vermutlich auch Jugoslavien mein Leben lang Jugoslavien bleiben, genauso wie ich mich mit neuen Staaten in Afrika schwer tue.
Also - eine Runde schämen und auf nach Tallinn.
Ich kann schon vorab sagen - es war eine angenehme Überraschung!
Wir hatten nichts reserviert, wir dachten uns, daß es so schwer nicht sein könnte - der Hafen ist nicht so weit außerhalb, in berichten war die Rede von Hop On Hop Off Bussen. Wo es sowas gibt, ist Zivilisation - da kommt man zurecht.
Außerdem sind die baltischen Staaten schließlich EU-Mitglieder, man zahlt mit dem Euro in Estland und das Land ist in Sachen Internet ganz vorn dabei. Man hat fast überall W-Lan (auch in den Hop On Hop Off Bussen!), die Esten konnten sogar online wählen. Was soll schon schiefgehen?!
Kaum hatten wir das Schiff verlassen, sprachen uns schon die Verkäufer für die Bustickets an - und die Fahrten waren sogar noch ein wenig günstiger, als es die Webseite und der Prospekt verspricht. 19 € sollte es laut Prospekt kosten - mit 15 € waren wir dabei. Es gibt 3 Routen, die man alle fahren kann.
Direkt auf dem Parkplatz vor dem Hafen war auch eine mobile Shoppingstraße und ein "Container-Shop" aufgebaut. Dort gab es auch eine kleine Touristeninformation, mit kostenlosen Stadtplänen und einer vielsprachigen freundlichen hübschen Mitarbeiterin.
Da kam schonmal Freude auf. Den Shops wollten wir uns bei der Rückkehr näher widmen.
Mit dem Bus fuhren wir bis zum Viru Square - der Haupthaltestelle und entschlossen uns, gleich mal die Runde durch die Stadt per Bus zu machen - einmal komplett - da hat man einen guten Überblick.

Die Fahrt geht um die komplette Altstadt herum und dauerte ca. 1 Stunde. Also am Viru-Platz wieder aussteigen und nun zu Fuß in die Stadt. Am Viru-Platz gibt es einen hübschen Kunst- und Handwerksmarkt - ich bin ja nicht so die Power-Shopperin - aber ich kann Tallinn empfehlen. Es gibt Leinen in jeder Verarbeitungsform - von Tischdecken (tolle Qualitäten, die in Schweden für das 5-10 fache verkauft werden!) über Platzsets und Kleidung. Außerdem gibt es Strickwaren ("Norwegermuster"), Holzartikel und und und. Und Matroschkas.... in jeder Größe und erheblich günstiger (wie wir später merkten) als in Rußland.
Nun bummelten wir über eine verkehrsberuhigte Straße und eine Fußgängerzone ins Zentrum.



Das würde doch auch als gepflegtes deutsches Städtchen durchgehen?!

Es war ja mal eine Hansestadt
Hier trubelte es - man merkte schon deutlich, daß Tallinn europäische Kulturhauptstadt war und viel mit den EU-Geldern in Bewegung gesetzt hat. Vieles ist renoviert, restauriert, sicher auch für Touristen schön gemacht. Aber es ist auch was los auf den Straßen - und das waren nicht nur Kreuzfahrttouristen.
Um den Rathausplatz reiht sich ein Cafe an das andere und bei jedem ist die Terrasse voll.

Die Menschen wirkten freundlich und zuvorkommend. Im touristischen Zentrum haben die Preise auch durchaus deutsches Niveau - ich bin überzeugt, der typische Este kann sich vieles nicht leisten - denn die Löhne sind viel niedriger als bei uns.
Aber auch die russische Zeit hat ihre Spuren hinterlassen - und sie werden gepflegt:


Und die deutsche Botschaft hat sicher die beste Lage überhaupt! Neben der Basilika, in Spuckweite zum Parlament.

Die Briefkästen waren einzeln nummeriert und mit Eesti Post von Hand beschriftet!


Das Parlament

Die Festung (mit einem Museum drinnen)



Das Denkmal für den Unabhängigkeitskrieg
Uns wurde erklärt, daß Estland sich bei Eigentum für Rückübertragung an Alteigentümer nach der Unabhängigkeit entschieden hat. Bis nun viele Eigentumsverhältnisse nach so langer Zeit eindeutig geklärt sind, warten die Menschen mit Investitionen natürlich ab. So sind durchaus noch Stadtviertel in "erwartungsfrohem Zustand".

Ein Haus in traditionaller Bauart
Aber: Tallinn ist eine saubere Stadt. Ich habe bei unserem ganze Fußweg keinen Dreck und Müll auf der Straße gesehen, keine Schmuddelgegenden, es gab öffentliche Toiletten an zentralen Orten, alles wirkte aufgeräumt und gepflegt. Die Parkanlagen haben viele Bänke und sind ebenfalls ordentlich, sauber und schön.
Wir bummeln ohne konkrete Ziele durch die Altstadt, sehen die Schloßanlage von Kadriorg, kommen an der Nationaloper vorbei und genießen einfach die schöne Stadt.
Bei der Rückkehr aufs Schiff darf natürlich auch der Bummel durch die kleine Ladenzeile nicht fehlen - und wir sind angenehm überrascht. Zum einen ist das Angebot durchaus schön - natürlich gibt es auch typischen Touristensouvenirs - aber auch Unikate von einheimischen Künstlerkooperativen, die selbst dort verkaufen, geschmackvolle Gebrauchsgegenstände und typische Leckereien.
Und auch hier - die Verkäufer sind kompetent, sehr sehr nett, auf einen Plausch aufgelegt, aber nicht schleimig. Es hat Spaß gemacht, zu kaufen! Bei mir landeten Tischsets aus Leinen (passend zu einer sauteuren Leinentischdecke aus Schweden, die ich vor Jahren schon geschenkt bekommen hab, die ein Vermögen gekostet hatte), meine Schwägerin griff zu einem Wende-Wollcape. Und richtig Spaß hat das Kaufen gemacht!
Tallinn hat sich gut präsentiert - ich werd es in bester Erinnerung behalten!
Genug geschwärmt - jetzt noch schnell ein toller "Sonnenuntergang" - da war es etwa Mitternacht:

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