Freitag, 20. Juni 2014

MS Eurodam - Baltische See - 20.06. Stockholm

Heute steht schon wieder eine Stadt auf dem Programm, in der ich noch nie war - aber immerhin - der kleine Bruder! Denn als meine Eltern zu passionierten Skandinavien-Urlaubern wurden, war ich ein Teenager und hab freiwillig die Katze und das Haus gehütet, um nicht mehr mit den Eltern in den Urlaub zu fahren.
Im strahlenden Licht (na ja - das strahlende Morgenlicht fängt ja so gegen 2 Uhr nachts an.....) fahren wir durch die Schären.

Saltkrokan ist quasi überall....

Mehr Infos gibt es hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm
http://www.visitstockholm.com/en/de/
Wir erreichen den alten Hafen - wir haben Glück - denn der neue Hafen liegt etwas außerhalb (ist aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar). Wir haben aber quasi "Altstadtlage".
Ich hatte mich kundig gemacht - es gibt auch hier Hop-On-Hop-Off Busse - und auch Boote. An manchen Stellen kann man vom Boot in den Bus umsteigen - und bei einer Stadt mit einem großen Wassergelände ist es schon sehr praktisch, wenn man nicht immer "komplett außen rum" muß - sondern quer rüber kann. Wir hatten uns also für das Kombi-Ticket entschieden.
Nach dem Anlegen des Schiffes fuhren die Busse bis direkt vors Schiff, damit die Leute schnell einsteigen konnten. Später hielten sie dann einige Meter entfernt außerhalb des eingezäunten Hafengeländes.
Der Schiffsanleger für die Boote ist direkt "hinterm Schiff". Perfekt.
Es gibt 2 Gesellschaften - die "rote" und die "grüne" - die allerdings gegenseitig die Tickets anerkennen. Man kann also den Bus/das Schiff nehmen, das als erstes kommt. Deswegen ist es denen auch egal, bei welchem Verkäufer man kauft. Es steht irgendwo im Prospekt ganz kleingedruckt - wohl dem, der es liest. Das spart viel Zeit.
Der offizielle Preis laut Prospekt für ein 72 Stunden-Ticket 450 Schwedische Kronen - das wären knapp 50 € oder 350 Kronen für 24 Stunden = 38,50 €.
Direkt am Verkaufshäuschen vor dem wurde uns für ein 2-Tagesticket aber nur 320 Kronen berechnet - nannte sich auf dem Ticket dann Cruise-Spezial.
Es lohnt sich also, nicht schon vorab zu kaufen, sondern einfach bei den Verkäufern vor dem Schiff. Es war generell billiger als online vorab.
Das war auch kein Verkauf "unter der Hand", sondern ganz offiziell mit Kreditkarte, Beleg usw.
Wir "hoppten" gleich mal ins Boot - alle Busse und Boote waren übrigens festliche geschmückt - denn es war Midsommar! Die Mädchen hatten alle Kränze auf dem Kopf - es war wirklich "Astrid-Lindgren-Wohlfühlstimmung".
Ach ja - auch hier wieder: In Bussen und Booten gab es freies W-Lan. Nicht doof, um unterwegs schnell die Emails abzurufen, wenn man das will.
Das Boot schipperte ums Schiff

Im Hafen ist ne Menge los - kommerzielle Seefahrt - aber auch Schweden, die an Midsommar mit dem Bötchen zu ihrer Sommerhütte fahren.

Irritierend, von so weit unten aufs Wasser zu gucken ;D
Erster halt war das Fotografiska Museet
http://fotografiska.eu/

Ich war nicht drin, der kleine Bruder war "nur" im Shop - er meinte, man hätte dort schon den Shopping-Flash bekommen können....
Die Fahrt führt an der Jugendherberge vorbei

Ja - das Schiff ist die Jugendherberge
http://www.rygerfjord.se/de/
Es gibt noch ein weiteres Schiff als Jugendherberge

http://www.vandrarhemstockholm.se/city/afchapman.html

Weiter geht es am Nationalmuseum vorbei - man sieht auch hier eine der vielen (alten) Fähren, die durch das Hafenbecken flitzen und die Stadtteile miteinander verbinden. Viele sind heute aber auch für Festgesellschaften vermietet.

Ich liebe Städte, die am Wasser liegen. Das hat so ein eigenes Flair - und Skandinavien hat zudem noch so ein ganz eigenes Licht.

Seht ihr das kleine grüne Autochen? Das ist eine mobile Touristeninformation - die wird dahin gefahren, wo gerade was los ist, Kofferraumklappe auf und man ist für die Gäste da!

Hier fand ich den Sonnenschutz am Haus so lustig - das war doch ein Bild wert!

Fähren-Stau

Die teuerste Straße Schwedens:

Das ist der Blick auf die Insel Djurgården - zum einen eine sehr noble Wohngegend - hier wohnt zum Beispiel Prinz Carl Philip mit seiner Verlobten. Djurgården ist darüber hinaus aber auch ein Vergnügungsviertel, hier ist das Freilichtmuseum Skansen, Gröna Lund (ein stationärer Rummelplatz), das Abba-Museum, das Vasa Museum, das nordische Museum und und und.
Hier sieht man Junibacken und das nordische Museum

http://www.junibacken.se/deutsch
http://www.nordiskamuseet.se/en
Und hier das Vasa-Museum:

http://www.vasamuseet.se/sv/Sprak/Deutsch/
Und wer alles tun will, damit das gute Essen wieder nach oben kommt - Gröna Lund bietet eine Menge Möglichkeiten:

So - jetzt sind wir mit dem Boot einmal um den kompletten Hafen herumgefahren - nun geht es zu Fuß weiter:

Wir sehen noch die letzten Musikanten der Wachablösung:

Wir kaufen lustige Bonbon-Locken

Das Theater (ich glaube, das KÖNIGLICHE Theater)

Ein bißchen Regen hält die Schweden auch nicht davon ab, in ihr geliebtes Skansen an Midsommar zu gehen

http://www.skansen.se/de/kategori/deutsch
Das Wort Freilichtmuseum beschreibt es auch irgendwie unzureichend.
"Bei Skansen wird die Sommersonnwende drei Tage lang gefeiert. Dieses Fest zieht das größte Publikum an. Alle wollen mithelfen beim Schmücken des Mittsommerbaumes mit Laub und Blumen und alle wollen gemeinsam mit Skansens Volkstanzgruppe tanzen. Am Abend spielt ein Orchester zum Tanz auf."
Hätte ich nicht selbst gesehen, was für Menschenmassen anstanden, hätte ich nicht geglaubt, daß junge Leute da hin gehen und feiern. Aber wie gesagt - man sieh auch in der Stadt viele Mädchen mit den Kränzen auf dem Kopf....
Man merkt jetzt auch deutlich, wie sich die Stadt leert - denn Midsommar schließen auch alle Geschäfte gegen 15 Uhr spätestens (wenn sie überhaupt geöffnet haben).


So machen wir uns auch langsam auf den Rückweg zum Schiff, genießen den restlichen Tag.
Und mit diesem Bild (gegen 22 Uhr) verabschiedet sich der Tag

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